Jeden Tag NÄCHSTENLIEBE

Jetzt, in den Wochen wo es wieder auf Weihnachten zugeht, haben uns die Werke eines Künstlers der lieber ungenannt bleiben möchte in emotionale Aufregung versetzt: Die Galerie “Geben und Nehmen” thematisiert den Bereich “Nächstenliebe” – gerade in einer Gesellschaft in der immer mehr Menschen auf Hartz4 angewiesen sind ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Themenkreis unbeding erforderlich. Die Protagonistin des Serie ist die junge Katie. Katie ist arbeitslos, aber sie hat nicht resigniert. Sie achtet auf sich und ihren Körper. Durch Sport hält sie sich fit und sie duscht täglich. Ihre Muschi hat sie akurat rasiert. Der Künstler zeigt: Diese Frau achtet auch sich, auch in schlechteren Zeiten.Katie ist bedürftig. Sie braucht Geld um Leben zu können: Lebensmittel, Gleitcreme, Batterien für ihren Vibrator gibt es nicht umsonst – einen Kreditrahmen den sie ausschöpfen könnte um sich das zu kaufen hat sie nicht mehr. Man (und frau) bekommt schnell einen negativen Schufaeintrag wenn der Job weg ist. So macht sich Katie – der Künstler erklärt seine Bilderserie ausführlich – auf den Weg zur Bank. Der Banker ist zahlenorientiert. Der Banker muss seinen Job machen und darf der bedürftigen Frau nicht einfach so Geld geben. Der Banker ist aber auch ein Mensch: Er hat Bedürfnisse und auch ein Herz. Er möchte Katie helfen. Der Banker, in der Serie heißt dieser “Herr Grau”, ist traurig. Durch die Bankenkrise ist der Ruf seines Berufsstandes in Mißkredit geraten. Es treffen sich also zwei frustrierte Menschen in der Bank. Katie, die keinen Job hat und Geld braucht, und Herr Grau – der einen Job hat aber der die Liebe vermisst. Die beiden Seelen sprechen miteinander. Katie braucht eigentlich nicht nur Geld, sie braucht auch mal wieder eine Spermainjektion in ihre Scheide, die sie vulgär auch als “Fotze” bezeichnet. Es entwickelt sich ein Dialog in der Bank, wie er in der Zeit nach der Bankkrise alltäglich geworden ist.

Katie: “Ich brauche unbedingt einen kleinen Kreditrahmen. Ich habe keine Batterien mehr für meinen Vibrator.”

Herr Grau: “Ich bräuchte mal wieder etwas Liebe.”

Katie: “Wollen Sie meine Fotze lecken? Mit 10 Euro sind sie dabei!”

Herr Grau: “Es sollte aber nicht wie käufliche Liebe ausehen!”

Katie: “Dann geben Sie mir einfach einen Dispo in Höhe von 10 Euro, dann hat mir ja Ihre mit Steurergeldern gerettete Bank das Geld gegeben. Also eine dritte Partei.”

Herr Grau: “Gut. Lass uns dann nach draussen gehen.”

Die beiden Personen gehen nach draussen. Beide ziehen sich aus. Im Garten (symbolisch für den Garten Eden) machen sich beide nackt. So wie es vor Evas Sündelfall natürlich war. Er beginnt sofort die Fotze der geilen Frau zu lecken. So, wie es vor der Wirtschafskrise normal war im Bankgeschäft. Natürlich wird in der Serie des Künstlers nicht nur “gegeben” also geleckt bzw. Geld (durch den Dispositonskredit) in Anspruch genommen, sondern auch genommen. So stellt der Künstler die Abhängigkeit beider Personen – der BITTENDEN dort und des BANKERS auf der anderen Seite – bildlich dar: Er will ihre Möse lecken und seinen Samenüberdruck abbaue, sie will mal wieder gefickt und geleckt werden und frisches Bankersperma abbekommen. Beides sehen wir, wenn wir genau hinsehen, in der Serie des Künstlers: Es kommt zum Geschlechtsverkehr und zum Abschuss der Samenflüssigkeit – eine zusätzliche Nahrungsergänzung für die Hartz4-Empfängerin. Gerade in der besinnlichen Zeit vor Weihnachten, sollte man (frau auch) bei dieser epischen Bilderserie eine Zeit lang andächtig innehalten.

Geben und Nehmen

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Burschen auf dem Land

“Schwul sein” ist heute keine Schande mehr: Galten homoerotische Beziehungen früher als unzüchtig und pervers, hat die sexuelle Aufklärung hier in den letzten Jahrzehnten einiges verändert: Schwule Paare verstecken sich nicht mehr, sie zeigen ihre Neigungen öffentlich. Der Künstler Paul Immel, aus der Nähe von Kiel, thematisiert diesen Komplex in seinen Fotos, die wir heute vorstellen. Das Foto “Unter Opas Augen” stellt die veränderte Situtation der (deutschen) Gays bildhaft und eindrucksvoll dar. Wir sehen eine Stube eines ländlichen Bauernhauses, irgendwo zwischen Altötting und der Schwäbischen Alb. Ein junger Bauernbursche liegt vor dem rustikalen Kachelofen in der bäuerlichen Stube: Diese Situtation hat Symbolkraft! Trotz der Nacktheit des Protagonisten, ist diesem warm – wegen dem Kachelofen in der Stube. Ein Symbol für Geborgenheit, Liebe, schwule Wärme. Beeindruckend ist dieser Ausschnitt des Bildes! Der Freund des Bauernsohns, ebenfalls ein deutscher Jungbauer, hat gerade seinen Körper besamt. Sperma auf den Bauch des Bauern! Auch dieser Teil des Fotos hat Symbolkraft. So wie der Bauer oder der Jungbauer das Feld pflügt um dann den Samen für die Nutzpflanzen (Mais: Ein phallusförmiges Gemüse das wiederum für den Penis des Bauern steht – “stehen”: bei diesem Wort fällt einem gleich ein eregierter Penis ein!) auszubringen, so hat der junge Bauer zuerst den Popo seines Sexpartners (anal) mit seinem Glied durchgepflügt (um nicht das obszöne Wort “gefickt” zu nutzen) – um schließlich den Bauch des anderen jungen Mannes zu besamen. Wobei dieser Samen keine Früchte bringt – da der Jungbauer a) keine Vagina besitzt und b) das Sperma nur auf dem Bauch des jungen Mannes landet! Hier kann man(n) nur staunen! Die neue Situation für schwule Männer (Stichwort: Tolerante Gesellschaft) wird durch die kunstvollen Elemente im Hintergrund des Fotos hervorgehoben. Da sieht man(n) ein Foto des Opas, ebenfalls Bauer, mit Pfeife im Mund. Was sagt uns der Künstler: Wäre dem Opa früher, beim Gedanken an eine homoerotische Beziehung seines Nachfahren, der Hut hochgegangen, so bleibt er ruhig. Auch wenn der homosexuelle Geschlechtsakt “unter den Augen” (dargestellt durch das Bild) des Opas stattfand, so bleibt der Opa ruhig. Der Hut sitzt fest auf dem Kopf des bäuerlichen Vorfahren. Der Opa raucht ruhig seine Pfeife weiter! Als ob Opa sagen wollte: “Macht es ruhig schwul! Fickt Euch in eure Ärsche. Ich bleibe cool und rauche weiter meine Pfeife!” Sehr beeindruckend, wie Paul Immel den Wandel der Zeit hier bildlich darstellt. Ein weiterer künstlerischer Pfad in die Vergangenheit wurde durch die Positionierung des Spinnrades im Kontext des Fotos gelegt. Das Spinnrad ist ein Wekrzeug aus der Vergangenheit. Heute sind Spinnräder kaum noch im Einsatz. Das Spinnrad steht unbenutzt im Hintergrund des Fotos. So wie Spinnräder heute unmodern sind, sind die früheren Vorurteile über Homosexualität heute unmodern. Beeindruckend, wie der Künstler den Wandel der Zeit hier bildhaft darstellt. Wer mehr Fotos des Künstlers sehen will – wobei der Künstler auch eine Vielzahl von Naturfotos in seinem Repertoire hat – wird auf der hier verlinkten Galerieseite fündig!

Jungs vom Lande: Mehr Bilder

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Frieden in Afghanistan

Der kritische Aktionskünstler Peter Enis hat sich diesmal der Themenkomplexe “Kampf gegen den Terror” und “Afghanistan” in seinem Werk angenommen. Auf eindrucksvolle Weise wird hier dieses brisante Thema thematisiert. Peter Enis trägt – wie die Soldaten die  z.B. in der pakistanisch-afghanischen Grenzregion im Rahmen der Operation “Enduring Freedom” aktiv sind – eine schicke Tarnhose. Seine “Waffe”, vom Künstler methaphernhaft dargestellt duch sein eregiertes Glied, geht aber ins Leere. Der Taliban hat sich versteckt. Die feindlichen Kombattanten sind nicht aufzuspüren. Weder in den unübersichtlichen Bergen am Hindukusch (dargestellt durch die auf dem Foto nur ansatzweise zu erkennenden Titten), noch im Dunkeln ihres Enddarm. So wie die Einheiten in Afghanisten im Dunkeln stochern, da der Taliban untergetaucht operiert. Die Worte des großen Vorsitzende, Mao Tse-Tung, fallen einen sofort bei diesem Foto ein. “Der Revolutionär muss sich in den Volksmassen bewegen, wie ein Fisch im Wasser.” – so ist das mit den Taliban. Sie verstecken sich in Dörfern, verschwinden in der Dunkelheit. “Wer einen Tiger weckt, sollte einen langen Stock benutzen.” – das macht der Aktionskünstler. Er hat einen großen Stock, dargestellt durch den steifen Penis, der im Dunkeln nach dem Tiger (den Taliban) stochert. Aber der Taliban lässt sich nicht herauslocken. Weder in Afghanistan, noch aus dem Arsch der Protagonistin des Werkes. Die Höhlen in den afghanischen Bergen, die als Rückzugsräume für die Terroristen dienen, sind zwar offen und bekannt. Die Terrorjäger dringen aber nicht in diese vor. Sie sind sozusagen “im Arsch”. Demoralisiert durch fehlende Erfolge und das Erstärken der Terrorbewegung. Diese Gemütszustand – “Stimmung im Arsch – wird abermals durch die Darstellung des Analverkehrs dargestellt. Während die Bekämpfer der Taliban aber im Dunkeln stochen, erfreut sich die Talibanbewegung an ihren Erfolgen. Dies wird eindrucksvoll bildhaft gespiegelt. Die Frau masturbiert, streichelt ihre rasierte Fotze und ihren Kitzler. “Ihr sucht uns und stochert im Dunkeln, wir erfreuen uns in dieser Zeit und wohnen in unsen warmen Höhlen, die geschlossen sind für euch.” Ist die Botschaft. Der Möseneingang ist nicht zu erkennen. Wir wissen aber: Im Inneren ist es warm und angenehm feucht. Dort fühlt man(n) sich geborgen und sicher, genau wie die Terroristen sich in den Höhlen geborgen und in Sicherheit fühlen. Die ganze Ausweglosigkeit bricht der Künstler aber nun auf. Im Hintergrund ist der “Pfad zum Frieden” zu erkennen. Peter Enis hat für diesen “Pfad” auf der Gardine eine helle, leuchtende, Farbe gelegt. Ein Anspielung auf dem “Leuchtenden Pfad”, den “Sendero Luminoso”, der ja ebenfalls von einer Massenbewegung zu einer kleinen Extremistengruppe geschrumpft ist und keine reale Gefahr für Peru mehr darstellt. Kann dies auch den Taliban passieren? Können sie,  die Taliban, wie der “Sendero Luminoso” ihren Rückhalt in der Bevölkerung verlieren? Das Ende der Gardine und damit das Ende dieses Pfades ist nicht zu erkennen. Der Künstler lässt den Betrachter hier nachdenken, die Phantasie nutzen. Vielleicht geht´s den Taliban in Afghanisten / Pakistan irgendwann wie einst z.B. den Terroristen der Rote Armee Fraktion – und sie geben den bewaffneten Kampf auf. Das ist das Fazit des Fotos. Hoffnung auf Frieden – trotz der (offensichtlich? oder vielleicht nur vermeintlich offensichtlich) hoffnungslosen Lage.

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Carmen

Eine Anspielung auf die berühmte Oper von Georges Bizet ist das Werk Carmen des Künstlers Michael Bodenheimer aus dem Kölner Raum. Der Künstler thematisiert in seinem Werk das Thema “Alter” bzw. “Generationen”. Der Titel seines Werks führt bewusst in die Irre: Die Person, die im Focus des Bilder ist, heißt Carmen. Aber während die Carmen in der ursprünglichen Opa ein “Fräulein” – eine junge Frau – ist, haben wir es bei der Carmen hier im Foto mit einer erfahrenen Frau zu tun. Eine Parallele zu der Oper drängt sich bei der Betrachtung des Fotos auf: Während die Carmen in der Oper ja eine Schmugglerin ist, schmuggelt die Carmen auf dem Foto ebenfalls: Sie kommt aus dem Türkei-Urlaub jedesmal mit Schmuck – den sie in ihrer Möse versteckt – zurück ohne ihn zu verzollen. Wie  die Carmen in der Oper, die José ja wegen seines Pflichtbewusstseins verspottet, verspottet unsere Oma Carmen die Beamten beim Zoll. Auf die Frage “Haben Sie etwas zu verzollen?” antwortet Sie stehts mit der Gegenfrage “Wollen Sie meine Fotze untersuchen?” – die Zollbeamten deuten diese Antwort stets als “Nein” und lassen Oma Carmen mit der Schmugglerware passieren. Hier also wieder eine paradoxe Parallele: Die listenreiche Carmen in der Oper setzt ihre Reize ein (Versprechen der Liebesnacht an Don José wenn dieser sie laufen lässt), die Carmen am Flughafen ebenfalls – wohlwissend daß die Beamten ihre Fotze vor Ort nicht inspizieren werden, da zu viele Leute anwesend sind. Aber der Gedanke an Carmens Vagina lenkt sie ab und ermöglicht Carmen das Schmuggeln des Schmucks. Auf dem Foto spielt der Künstler gekonnt mit den Gegensätzen. Junger Mann – ältere Frau, rasierter Intimbereich beim Mann, unrasierte Möse von Oma Carmen, Mann aus normalen Verhältnissen – reiche Frau (durch den Ring symbolisiert!). Der Künstler legt den Schwerpunkt auf das Gemeinsame der Generationen. Im Foto vereinen sich der junge Mann und die reife Oma durch das Stilmittel des Geschlechtsverkehrs. Sie öffnet sich ihm. Das Alter geht auf die Jugend zu. Dargestellt durch Carmens Hände, die ihre Schamlippen etwas auseinanderziehen damit der junge Mann seinen Penis in Carmens ältere Möse stecken kann. Sie öffnet ihm sozusagen ihren Kelch der Liebe. Weitere Gegensätze des Werks fallen ins Auge: Im Farbenspiel. Carmen ist braun gebrannt, als käme sie gerade aus dem Urlaub. Der Konstrast ist deutlich zu sehen wenn man Carmen im Kontext zu dem Sofa betrachtet auf dem sie mit gespreizten Beinen liegt. Die Wand hinter dem Sofa ist von einem reinen Weiß. Ein Weiß der Unschuld. “Ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß” ging mir als erster Gedanke durch den Kopf und ich hielt kurz inne um eine Schweigeminute für Roy Black, den Komponisten, begnadeten Schauspieler (Immer Ärger mit den Paukern, Hilfe, ich liebe Zwillinge!, Wer zuletzt lacht, lacht am besten) und Sänger des Liedes, abzuhalten. Das Weiß der Unschuld irritiert, weil die Carmen auf unserem Foto nicht mehr unschuldig ist. Sie wurde mit 21 Jahren von zwei Studienfreunden gefickt und ist seidem alles mögliche: Nur eben nicht unschuldig. Aber auch dieses Gegensatz bricht der Künstler gekonnt auf. Durch das Bild an der Wand, wird das klinische Weiß (der Unschuld) aufgebrochen, verletzt, verstört. Der Künstler sagt: Auf dem ersten Blick wird die Wand UNSCHULDIG aber seht mal auf den Bilderrahmen. Die Wand ist gar nicht KLINISCH weiß und unschuldig. Es ist wie bei der Hauptperson auf dem Bild. Das Thema “Generation” wird zudem durch ein einfaches Stilmittel, die Platzierung eines Gegenstandes, auf die Spitze getrieben. Der Betrachter erkennt, daß das Sofa früher mal bunt war. Aber es ist verblasst. Wie eben Stoffe im Laufe der Zeit verblassen. Sonneneinstrahlung und Reinigungsaktionen haben den Stoff des Sofas etwas gebleicht. Das “Bunte” lässt sich nur erahnen. Die frühere “Attraktivität” des Sofas lässt sich nur erahnen.  Die Plazierung des bunten Stoffes auf dem Sofa – die Farbe ist ein Kontrast zum Sofa – ist daher alles andere als zufällig. Auch hier zeigt der Künstler bewusst die Gegensätze. Verblichenes Sofa – frische Farben des Kleidungsstücks, junger Penis in alter Fotze, rasierter Intimbereich – Carmens behaarte Muschi, Weiße Wand – schwarzer Bildrahmen! Wir sind begeistert von der Triebkraft, Wirkkraft und Kausalität des Werkes und verweisen gerne auf die anderen Werke (Videos, Fotos) des Künstlers!

Alt und jung: Weitere Werke!

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Schnee am Kilimandscharo

“Schnee am Kilimandscharo” ist eine Ode an den gleichnamigen Film (mit Gregory Peck und Ava Gardner). Der Film handelt vom Schriftsteller Harry Street, der das Rätsel eines Freundes lösen will: Weshalb liegt am Gipfel des Kilimandscharo ein erfrorener Leopard? Bei einem Zwischenfall infiziert er sich mit einem gefährlichen Virus und erinnert sich in Fieberträumen an schönere Tage in Paris, ohne das Rätsel des Leoparden gelöst zu haben. Der Künstler erzählt hier bildhaft die Handlung des Films nach und thematisiert – mit dem kritischem Auger der Kamera – das Thema des “Klonens”. Die junge Frau im Focus des Fotos steht für den Kontinent Afrika. Ihre großen Titten stehen für den Kililandscharo, das höchste Bergmassiv Afrikas. Sie hat jedoch zwei Titten, nicht nur eine. Es gibt jedoch nur einen Kilimandscharo. Wurde das Bergmassiv also geklont? Der Künstler spielt mit diesem Gedanken und lässt den Betracher rätseln: Steht der Penis der sich in der Fotze der Frau befindet für das Leben, in das Harry Street (der im Todeskampf im Tal liegt) zurückfindet nachdem er den Virus besiegt hat? Man kann es annehmen. Die Möse der Frau ist glatt rasiert und genauso wenig bewachsen wie die Steppe in Tansania, wo die Handlung des Films spielt. Durch die Penetration der Möse mit dem Penis,  wird der Penis stimuliert. Angeregt. Nicht nur in kultureller Sicht. Der Penis wird Sperma in die die Vagina der Frau spritzen und neues Leben wird entstehen. In diesem Ausschnitt des Bilder findet der Brückenschlag statt: Neues Leben entsteht durch den Geschlechtsverkehr – Leben vergeht (vermeintlich) im Tal des Kilimandscharos (Harry Streets Todeskampf) und letztendlich gewinnt das Leben: Harry überlebt den Virus und die Eizelle in der Frau, die bildhaft für Afrika steht, wird befruchtet. “Leben” ist eine zentrale Botschaft des Kunstwerks. Aber etwas stört im Bild. Die Frau hat zwei (grosse) Titten. Es gibt aber nur einen Kilimandscharo. Wurde der Kilimandscharo bildlich geklont? Hier greift gnadenlos die Kritik an der Technik des Klonens – und den Gefahren die mir dieser Technologie einhergehen. Was wäre wenn es zwei Kilimandscharos gäbe? Es gäbe im Tal kaum noch Platz für das Zelt in dem Harry seinen Todeskampf gewinnt. Gäbe es auch zwei erfrorene Leoparden? Unwahrscheinlich. Das Foto führt den Betrachter in die Irre und verstört den Betracher. Schauen wir uns nochmal die “Steppe” an. Die Frau hat ihre Muschi gründlich rasiert und ihre Muschi ist “geöffnet”, enthält den Penis der sie penetriert. Die offene Steppe war Inspiration für diese Anordnung der Symole im Foto. Der Künstler zeigt Details, verliert aber nie das Thema Gentechnologie im Kontext zum Film/Buch “Schnee am Kilimandscharo” aus dem Auge. Ein Meisterwerk der neuen deutschen Kunst. Wir empfehlen dem Kulturfreund auch die anderen Werke des jungen Kunstschaffenden.

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Liebe – Leben – Kontinuität

Das Bildnis mit dem Titel “Liebe – Leben – Kontinuität” schlägt die Brücke von Ajunta Pall bis Tyzen Xebec und erzählt – metapherhaft – von der Metamorphose der Gesellschaft und der Natur in der diese lebt. Das Bildnis ist so unglaublich sensibel angrichtet, dass es dem sensibleren Betrachter vor Rührung die Tränen in die Augen treibt. Die junge, blonde, Frau liegt auf einem “kugelförmigen” Stuhl – der symbolisch für unseren Globus steht. Der ganze Stuhl ist aus Holz, er steht auf einem UNGESCHLIFFENEN (natürlichen) Holzboden. Die blonde Frau hat Holz vor der Hütte, welches der Mann symbolisch mit seiner rechten Hand stapelt. Holz – der ursprünglichste aller Rohstoffe – ist ein zentrales Symbol in diesem Werk. Holz ist Natur. Holz gab es seit Menschen diesen Planeten bevölkern. Holz gehört zum Menschen so wie die Faust aufs Auge gehört. Der Künstler hat allerdings ein anderes Bild gewählt um die Symbiose zwischen NATUR und MENSCH darzustellen. Er thematisiert den gemeinsamen Weg, nicht den Kampf, der Geschlechter und zeigt diesen Friedensakt zwischen Mann und Frau nuanciert. Hier muss der Betrachter genau hinsehen, um die Widersprüche zu erkennen, die der Künster in dem Werk verpackt hat. Geht es bei diesem Bildnis in erster Linie um Natur, so hat die junge Frau gegen ihre eigene Natur gekämpft. Sie hat, wie sie es ausdrückt, ihre Muschi rasiert. Ihr Fötzchen ist nun haarlos, so wie die Wüste ohne Bäume und ohne Wacholderblumen ist. Der Künstler klärt aber diesen Antagonismus zwischen der Umgebung der Liebenden und dem Schamhügel der Frau auf: Auch wenn ihre Fotze nun glatt rasiert ist, so ist sie immer noch Quell alles Lebens. Der Künster zeigt dies, indem er den Protagonisten seines Werks den Penis in die Vagina der Frau einführen lässt. Der Quell alles Lebens, der Anagonismus ist aufgehoben, erklärt, ad absurdum geführt. Die Kontinuität alles Leben wird auch durch die beiden Modelle bildlich dargestellt. Die Frau (mit der aufnahmebereiten Vagina) ist jung, vielleicht 20. Der  Mann (mit dem steifen Penis) ist Ende 40 oder darüber hinaus. Der Betrachter sieht auch irgendwann die bildhaften Verzierungen auf dem Leib der Dame, welche ähnlich parallel laufen wie Venen und Arterien im Körper. Wieder ein Lebenssymbol. Dem Kusntfreund mit dem geschulten Auge fällt nun auch im Hintergrund die Ansammlung von Teilen einer Zugbrücke und die anderen Metallteile auf. Wieder ein Bruch der Epoche! Von der Holzzeit zur Eisenzeit, und die beiden Menschen mittendrin im Zeitstrudel! Der an der Wand  hängende alte Pflug, ist erneut ein Symbol für das Leben. Für die Bewahrung des Lebens spielt das Alter keine Rolle. In unterentwickelten Ländern – Iran, Irak, Mecklenburg-Vorpommern, Nord-Korea – ist so ein Pflug ja heute immer noch das einzig landwirtschaftlich genutzte Gerät! “Macht Euch die Erde untertan” (egal, mit welchen Instrumenten), bildhaft und provokant thematisiert der Künstler diesen “Urbefehl” des Schöpfers. Bei so viel beeindruckenden Details, übersieht man fast das Hauptelement, daß der Künstler hier darstellt. Den Geschlechtverkehr. Im Gegensatz zu instinktorienten Bilder, bei denen immer das Abspritzen des Spermas gezeigt wird um die niederen Bedürfnisse irgendwelcher Primitivlinge zu befriedigen, zeigt der Künstler hier den korrekt ausgeübten Koitus. Der Schwanz des männlichen Modells befindet sich in der Fotze des weiblichen Modells. Er spritzt in sie rein, gleich in die Vagina. Sein Sperma landet nicht auf ihrem Bauch, oder ihren Titten oder in ihrem Gesicht. Sondern am URSPRÜNGLICHEN Bestimmungsort. Das Sperma landet in der Scheide und die kleinen Dinger können sich auf den Weg zur Eizelle machen. Leben entsteht, die Kontinuität des Lebens bleibt bewahrt. Wir erholen uns erstmal  eine Weile andächtig vor dem Kunstwerk. Es gibt auch einige weitere Werke des Künstlers zu dieser Thematik. Eine Serie zum Thema “Samen in die Vagina reinspritzen” haben wir hier nun verlinkt, wobei dort auch der Rassismus in der Gesellschaft aufgegriffen wird.

Leben schaffen – Sperma reinspritzen statt draufspritzen!

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Durch die Brille

“Durch die Brille” ist das Werk eines kritischen Geistes aus dem Raum Berlin. Der Künstler Peter Enis thematisiert in seinem Werk “Durch die Brille” die Situatuation des Subproletariats – zu dem seiner Meinung nach auch zunehmend Teile der ehemaligen Mittelschicht gehören. Auf seinem Foto hat der junge, symphatische, Aktionskünstler die Lage von Menschen die sich am Rand der Gesellschaft befinden durch das Mittel der Kunst festgehalten. Der Betrachter wird zuerst überrascht! Denkt er doch beim Titel des Kunstwerkes an ein Sehhilfsmittel, so sieht des Betrachter nun eine Frau die mit einer Klobrille geschmückt ist. Hier bringt Peter Enis seine Kritik auf den Punkt: Menschen am Rande der Gesellschaft, seien es nun Sozialpädagogen oder Arbeitslose, haben kaum noch Geld um z.B. eine Brille zu erwerben. Nicht mal bei Fielmann. Daher müssen diese Menschen auf günstige Alternativen zurückgreifen. Diese Klobrille hat die Protagonistin des Kunstwerkes, Nicole heißt die junge Frau, für 11,99 Euro bei einem Discounter erworben. Die junge und hungrige Frau kann aber mit dieser Brille immer noch nicht mit 100% Sehschärfe schauen. Dies zeigt der Künstler auf drastische Weise. Während Nicole denkt sie würde gerade ein Raider essen, schiebt der Künstler in Wirklichkeit seinen Penis in ihren Mund und koitiert die junge Frau oral. So zeigt er, daß Menschen in Armut nicht mehr die ganze Realitität voll wahrnehmen, weil sie andere Sorgen haben und sie von einer Katastrophe – Absage nach einem Bewerbungsgespräch z.B. – zur nächsten Misere (z.B. ein zu teurer Lippenstift im Discounter) getrieben werden. Es gibt noch weitere eindrucksvolle Kunstwerke von Peter Enis, die soziale Themen plastisch thematieren!

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Unidyllische Berglandschaft

“Unidyllische Berglandschaft” ist ein Kunstwerk eines jungen Fotokünstlers aus dem Raum Österreich (Früher Ostmark). Der Künstler schickt die Protagonistin -Heidi – seiner Videowerke, von der ihr bekannten Welt in den Bergen in die anonyme Großstadt. Nur ihre Brüste – die wirklich eindrucksvoll sind – erinnern die in der Fremde umherirrende Frau, die ihre Wurzeln und ihr Dorf vermisst, noch an die geliebten Berge. Die Gedankenwelt der Stadtmenschen bleibt ihr verborgen. Es erinnert an eine klassische griechische Tragödie, die in der Besteuerung der Handelsrouten ihren Anfang nahm und schließlich mit dem Tod von Lukes Vater endet. Diese Tragik wird dargestellt durch den anonymisierten Stadtbewohner. Hier in der Kunst finden die zwei Welten zueinander, sie treffen sich aber nicht, ihre Gedanken (und Leben!) laufen parallel aneinander vorbei. Während der Stadtmensch weiterhin anonym bleiben möchte, seine Maske aufrechterhalten will und nur nehmen möchte was ihm gefällt: Nämlich die Berge der jungen Frau zu sehen und ihr Tal der Liebe mit seinem Penis zu erkunden. Die Protagonistin denkt, sie findet einen Freund und muss erst zum Schluss feststellen, daß der Stadtmensch seine Maske niemals fallen lassen wird. Das sie zum Schluss weiterhin allein in der Fremde ist. Die ganze Hoffnungslosigkeit der Situation, in denen die zwei umherirrenden Seelen gefangen  sind, stellt der Künstler durch den Ort, wo die beiden Verlorenen erstmals zusammentreffen, plastisch dar. Ein WC. Ein Ort, wo kein Mensch gerne unnötig ist. Es heißt ja auch, wenn jemand auf´s WC geht “Ich muss mal!” und nicht “Hurra! Ich darf wieder auf´s Klo!”. Ein Treffen an einem ZWANGSORT ist also hier der erste Treffpunkt. Durch die sterilen Kacheln am Ort des Geschehens verstärkt der Künstler diesen Aha-Effekt beim Betrachter. Und auch der Titel des Kunstwerks wird erst bei dessen näherer Betrachtung deutlich: Heidis “Berglandschaft” IST idyllisch, nur der Hintergrund – Heidis Lebenslauf und der Hintergrund auf dem Foto – stören das Bild.  Wie in einem Tarantinofilm treffen in diesem Foto die Handlungsstränge wieder zusammen. Eine Lösung zeigt sich auf. Der Ansatz zu dieser Lösung wird im abgebildeten Koitus visualisiert. Wir finden: Ein sehr aufregendes Bild, das vergessene gesellschaftliche Brüche aufzeigt, visuell thematisiert und Lösungen aufzeigt. Selten hat ein Künstler die kalte Welt des Kapitalismus so erbarmungslos und stilsicher dargestellt wie der Schöpfer des Werkes “Unidyllische Berglandschaft”.

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In .de entartete Kunst

Es ist so eine Sache mit der Kunst. Ohne eine Matrix oder einen Endomorphismus wäre die Determinante nicht existent. Das beruht nicht auf Gegenseitigkeit. In der Kunst ist es genau so. Ohne Kunst gäbe es keine Kritik an der Kunst, aber ohne Kritik an der Kunst gäbe es sehr wohl Kunst. Alles eine Frage der Dialektik. Leider haben im Laufe der Geschichte (Intellektuell weniger gesegnete Gegner der schönen Künste!) immer wieder Menschen versucht anderen Menschen vorzuschreiben WAS sie sehen dürfen und WAS nicht. Bücherhinrichtungen gibt es schon solange es Schriften gibt. Da es ebensolange eben auch Menschen gibt, die diese Schriften nicht verstehen. Trauriger Höhepunkt war die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933. Aber nicht nur das “Wort” ist gefährlich. Auch vor Kunst und Musik hatten bestimmte Kreise immer schon Angst. Alles “Moderne” galt z.B. den Nazis als “entartet” und wurde verboten, beschlagnahmt, zerstört.

Die Erben dieses geistigen Erbes, die anderen vorzuschreiben versuchen was man sehen und lesen darf nutzen natürlich nicht mehr das “verbrannte” Wort “entartet”. Sie nennen die Inhalte – in Bild-, Text- oder Videoform – heute “sozial desorientierend” oder “jugendgefährend” oder auch “entwicklungsbeeinträchtigend”. Die Waffen die diese Menschen auf die Kulturschaffenden richten heißen “Bussgeld” und “Seitensperrung”.  Zugegeben: Die Situation in Deutschland ist etwas besser als z.B. die Lage in den von den Taliben regierten Dörfern Afghanistans. Dort werden Kunstschaffende gesteinigt, darauf verzichtet man in Deutschland da dies ja auch “sozial desorientierend” ist und die Städte sich wegen den höheren Erneuerungskosten beim Straßenbau beschweren würden. Es gibt ja auch feinere Methoden des Terrors: Hier ein aktuelles Beispiel aus Bayern, wo zwei junge Künstler von der Medienaufsicht terrorisiert werden. Wir stellen nun Kunstwerke vor, die so im deutschen WWW eigentlich nicht mehr gezeigt werden dürfen!

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